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Gewalttäter sollen Führerschein abgeben |
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Verkehrsbehörden können eine MPU für Gewalttäter anordnen
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Braunschweig will Gewalttätern ab sofort ihren Führerschein entziehen. Dafür bekommt die Stadt alle Angaben über aggressive Straftaten von der Polizei.
Ein neuer, umstrittener Erlass des Innenministeriums bildet die Grundlage dafür. Bislang mussten Autofahrer ihre Fahrerlaubnis nur in direktem Zusammenhang mit einem
Verkehrsdelikt abgeben.
Die Verkehrsbehörden können nun auch für Gewalttäter eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen und gegebenenfalls die Fahrerlaubnis entziehen.
"Von jemandem, der Gewalt gegen Menschen übt, muss befürchtet werden, dass er auch als Verkehrsrowdy in Erscheinung tritt und andere gefährdet", sagte
Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann (CDU).
Wirksames Abschreckungsmittel
Jugendlichen Gewalttätern werde verboten, überhaupt ihren Führerschein zu machen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Polizei die Daten übermittelt.
"Durch den verbesserten Informationsfluss haben wir endlich eine Handhabe für effiziente eigene Ermittlungen", sagte Hoffmann. Mit dem Fahrverbot hat die Stadt
nach eigenen Angaben "ein wirksames Abschreckungsmittel, das sie bei Rohheitsdelikten ohne zu zögern anwenden werde."
Bundesverordnung als Grundlage
Grundlage für das Vorgehen ist nach Angaben aus Hannover eine Bundesverordnung aus dem Jahr 2008. Braunschweig ist demnach die erste Stadt in Niedersachsen,
die diese Möglichkeit nutzt.
Quelle: dpa
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